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Junge Liberale befragen Theaterbesucher PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 21. April 2010 um 02:09

Im Rahmen der 2. Pforzheimer Kulturnacht befragten die Jungen Liberalen (JuLis) Pforzheim/Enzkreis sowohl Besucher des Stadttheaters Pforzheim als auch jugendliche Besucher des Kupferdächle zur Kulturbezuschussung.

Im Hinblick auf die dramatische Haushaltslage der Stadt Pforzheim hatten die JuLis schon vor zwei Wochen unverhältnismäßige Kürzungen im Jugendbereich kritisiert, während beim Theater die Subventionierung ohne vergleichbare Einsparungen weitergeführt werde.

Nach der Auswertung der Daten analysierte der Kreisvorsitzende Sven Gerst die Umfragewerte:

"Viele Theaterbesucher scheinen sich der Höhe der Bezuschussung ihrer Eintrittskarte durch Stadt und Land nicht bewusst zu sein. So gaben die befragten Theaterbesucher durchschnittlich an, dass 42% der Unkosten durch Eintrittspreise gedeckt würden. Dies ist fernab jeglicher Realität, da die Einnahmen durch den Kartenverkauf maximal 15-17% der Gesamtausgaben decken. Interessanterweise kam der Durchschnittswert der befragten Jugendlichen von 32% dem wesentlich näher.

Eine deutliche Mehrheit von 72% der Befragten lehnte jedoch ab, dass beim Stadttheater geringere Kürzungen als beim Stadtjugendring gemacht werde. Sogar ein Drittel der Befragten Theaterbesucher sprach sich dafür aus, dass man beim Theater mehr sparen sollte als bei der Jugend.

Außerdem ergab unsere Umfrage, dass die Theaterbesucher auch dazu bereit wären, 10% höhere Eintrittspreise zu zahlen, um damit ihren Beitrag zur aktuellen Haushaltskonsolidierung der Stadt Pforzheim zu leisten. Ich hoffe, dass wir hiermit dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung signalisieren können, dass man sich auch an diese Einrichtung wagen kann und eventuell auch unpopuläre Maßnahmen treffen muss. Es ist zwar wesentlich einfacher Kürzungen bei Gesellschaftsgruppen ohne starke Lobby, wie Jugendlichen, durchzuführen, aber im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit der Stadt Pforzheim eher kontraproduktiv."

 

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